Workshop 1

1. Globale soziale Rechte I
Globale Perspektiven für eine radikale Demokratisierung und Emanzipation

Referentin: Brigitte Oehrlein (Berliner Gruppe „Wege aus dem Kapitalismus“)
Moderation: Dr. Ursula G. T. Müller
Veranstalter: Attac-Kiel und Rosa Luxemburg Stiftung SH
Vormittags: 10.00 – 13.00 Uhr

Ziel des Konzeptes “Globale soziale Rechte” ist, unter diesem Dach gemeinsamer Richtungsforderungen unterschiedliche linke Strömungen für den gemeinsamen Kampf zu versammeln. Diese Richtungsforderungen ergeben sich aus dem Ziel der globalen Aneignung bedingungsloser Grundrechte, um Bedingungen für menschenwürdiges Leben für Alle und Jeden global zu erlangen. Die Idee der universalen Grundrechte (Menschenrechte) ist unvereinbar mit der kapitalistischen Logik von Ausbeutung, Konkurrenz und Herrschaft.

Um kämpfen zu können, bedarf es einer Vorstellung, wofür zu kämpfen sich lohnt. Ohne utopischen Überschuß, ohne Vorstellungen alternativer Gesellschaftszustände, ohne Ziel, wo ein Kampf hinführen soll, ist kein Engagement zu entwickeln. Notwendig wäre globales Denken herauszufordern, um zu lokalen Handlungsstrategien zu gelangen.

Für den Aufbau einer emanzipativen und solidarischen Gesellschaftsform im Sinne GSR, sind 5 wesentliche Richtungsforderungen anzustreben:

  • Bruch des Wachstumsdenkens, radikale Ökologie
  • Globaler Reichtumsausgleich, hin zu globaler Gerechtigkeit
  • soziale Infrastruktur und öffentliche Daseinsvorsorge
  • bedingungslose, globale Bewegungsfreiheit
  • radikale Demokratisierung von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik, um emanzipative Partizipation zu gewährleisten

Zur Person: Brigitte Oehrlein arbeitet seit über fünf Jahren schwerpunktmäßig zu Globalen Sozialen Rechten (GSR) war sechs Jahre sehr aktiv bei Attac betreibt derzeit Theoriearbeit mit der Berliner Gruppe „Wege aus dem Kapitalismus“, die auch Veranstaltungen organisiert.

Brigitte Oehrlein ist Referentin für einen zweiteiligen Workshop

Moderation: Dr. Ursula G. T. Müller