Workshop 6

6. Die Staatsschuldenkrise und die Neuordnung Europas am Beispiel des “Krisenlabors” Griechenland

Referent: Detlev Hartmann (Rechtsanwalt & Autor, Köln)
Veranstalter und Moderation: Avanti – Projekt undogmatische Linke (N.N)

Nachmittags: 14.30 – 17.30 Uhr

Europa befindet sich auf dem Weg in eine neue Epoche. Nach der vorläufigen „Rettung“ Irlands steht die „zweite Halbzeit der Euro-Krise“ erst bevor. Es geht nicht um die Beendigung, sondern um die Nutzung der Krise. Exemplarische Bedeutung kommt dabei den Auseinandersetzungen um die griechische Schuldenkrise zu. Die griechische Gesellschaft dient den EU-Strategen unter der Hegemonie der Merkel-Regierung – mit Hilfe des IWF – als Labor für die Reorganisation des Großraums Europa. Ein „Labor“ für eine Schockpolitik, die auf die Transformation der übrigen europäischen Länder, vor allem des Südgürtels, zielt und als Blaupause für die osteuropäischen Länder dient. Wir messen dem Widerstand eine zentrale Bedeutung zu. Durch die Aufstände in Nordafrika beginnt der europäische Konflikt, sich in diese Regionen zu erweitern.