Workshop 2

2. Globale soziale Rechte II
Wie gelangen wir zu Vorstellungen über ein „gutes Leben“
und welche Bedeutung haben diese für eine Veränderung der gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse?

Referentin: Brigitte Oehrlein (Berliner Gruppe „Wege aus dem Kapitalismus“)
Moderation: Dr. Ursula G. T. Müller
Veranst.: Attac-Kiel und Rosa Luxemburg Stiftung SH

Nachmittags: 14.30 – 17.30 Uhr

Soll Kapitalismus, beruhend auf Ausbeutung und Herrschaft, für eine Gesellschaftlichkeit, die jedem Individuum ein ‚gutes Leben’ ermöglicht, überwunden werden, bedarf es einer Mobilisierungsfähigkeit der Menschen, um die gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse zu verschieben. Die These, die in diesem workshop untersucht werden soll lautet:

Hierfür bedarf es

  • unbedingten Willen zur Veränderung, weil Einsicht über die Unmenschlichkeit derzeitiger Verhältnisse erlangt wurde
  • alternative Vorstellungen, die beinhalten, welche Eckpunkte als bindend gelten, um die angestrebten Verhältnisse umzusetzen
  • => ein definiertes Ziel
  • strategisches Bewußtsein, welcher Weg auf dieses Ziel zuführt, welcher Weg die derzeitigen Verhältnisse lediglich stabilisiert weil ‚Protest’ allein, mag er noch so berechtigt sein, gegen Herrschaftsmaßnahmen stets ins Leere führt, was Resignation in der Bewegung bewirkt.
  • Jedoch dürfen die Alternativvorstellungen keinen Modellcharakter erlangen, weil jede Umsetzung eines Modells den emanzipativen Handlungsweg verunmöglicht.

Wichtig: Beide Workshops hängen inhaltlich zusammen.

Zur Person: Brigitte Oehrlein arbeitet seit über fünf Jahren schwerpunktmäßig zu Globalen Sozialen Rechten (GSR) war sechs Jahre sehr aktiv bei Attac betreibt derzeit Theoriearbeit mit der Berliner Gruppe „Wege aus dem Kapitalismus“, die auch Veranstaltungen organisiert.